01.06.15

Im Zuge des Webmaster Fridays geht es diese Woche um Computer-/Videospiele. In diesem Artikel gibt es ein wenig Infos über mich, meine Geschichte mit Videospielen und wie das Zocken mein Leben nachhaltig beeinflusst hat.

Webmaster Friday?

Mit meinem Webworker-Magazin bohncore.de habe ich schon einige Male beim Webmaster Friday teilgenommen. Da sich diese Woche alles um Computer- und Videospiele dreht, werde ich natürlich mit diesem noch jungen Blog teilnehmen. Und da hier unter den zwei Lesern vielleicht welche sind, die den Webmaster Friday nicht kennen:

Der Webmaster Friday ist ein Projekt von Martin Mißfeldt und lädt jede Woche dazu ein, zusammen mit anderen Bloggern über diverse Themen zu schreiben – meist sind die Themen auch wirklich eher im Webmaster/Blogger Bereich angesiedelt. Manchmal aber eben auch komplett aus anderen Bereichen. Ziel ist es sich zu vernetzen, vielseitige Meinungen zu einem Thema zu bekommen und neue Blogger kennen zu lernen.

Ich und Zocken?

Ich habe mittlerweile durchs Bloggen und meine Selbständigkeit viele Kontakte im Netz. Die Meisten wussten glaube ich bis zum Start dieses Blogs gar nicht, dass ich wirklich so ein Zocker bin.

Angefangen hat alles in der Kindheit. Die ersten PCs zu Hause (386er war glaube ich der Erste), NES, Gameboy, Super Nintendo, Playstation usw. Es war alles dabei und die Zockerei begleitet mich auch heute noch fast jeden Tag. Mal mehr, mal weniger.

2015 im Computerspielemuseum Berlin

 

Ich habe schon immer gespielt. An was ich mich noch recht gut aus den Anfangszeiten erinnere:

  • Space Invaders
  • Pacman
  • Tetris
  • Lemmings
  • Doom
  • Duke Nukem
  • Prince of Persia
  • Commander Keen
  • Monkey Island
  • Syndicate
  • Super Mario
  • uvm.

Doch die ersten richtig krassen Zockerzeiten waren dann mit meiner ersten gebrauchten Playstation 1996. Da war ich 10 Jahre alt und habe zu Hause echt auf die Kacke gehauen, bis ich das Ding bekommen habe.

Ich erinnere mich noch genau wie ich die Konsole im Kleinanzeigen-Markt der örtlichen Zeitung gesehen habe. Ja da hat man sowas noch offline gesucht 😛 Ich erinnere mich auch noch an die Abholung bei einem damals sicherlich 20-25-Jährigen in seinem heruntergekommenem Zimmer. Aber mit jener Playstation ging die Zockerei dann richtig los. Anders als vorher am PC meines Vaters oder der NES meines Bruders nun an MEINER Konsole.

Ich habe täglich Stunden damit verbracht. Meine Highlights zur Anfangszeit der Playstation waren unter Anderem:

  • FIFA Soccer (bis heute jeden Teil der Serie gesuchtet)
  • Grand Theft Auto (bis heute jeden Teil der Serie gesuchtet)
  • Tekken
  • WWF Smackdown
  • Gran Turismo
  • Command & Conquer
  • Music
  • Resident Evil
  • Metal Gear Solid
  • Formel1 97
  • uvm.

Das waren sicherlich die Highlights zu Beginn meiner Playstation Zeit. Aber auch am Computer hat es mich dann irgendwann wieder gepackt. Vor allem:

  • F1 Challenge 99-00
  • Counter Strike 1.6
  • rfactor

Spiele, in denen ich auch versunken bin. Und man glaubt es kaum, aber Formel1 hat einen wesentlichen Anteil an meiner heutigen Selbständigkeit. Und damit wäre ich bei einer positiven Geschichte die das Leben (als Zocker) schreibt:

Vom Zocker und virtuellen Rennfahrer zum Unternehmer

Computer- und Videospiele können sehr unterschiedlich betrachtet werden. Es gibt, wenn man nicht aufpasst, einige Nachteile wie Sucht, soziale Abkopplung, usw. aber auch viele Vorteile.

Ich möchte das Thema „Spiele“ an dieser Stelle aber nicht erörtern oder so. Sondern einfach mal in Kurzform meinen Weg hin zum kreativen Selbständigen schildern und welchen Einfluss die Spiele hatten. Oder vielmehr einen davon.

Formel1-Liga.de Treffen 2006 in einem Halberstädter Keller – ich bin links

Anfang 2004, die Leidenschaft für Motorsport war schon immer groß, bin ich zusammen mit meinem besten Kumpel einer Online-Simracing-Liga beigetreten. Dort konnten wir unserer Leidenschaft nachgehen und uns halbwegs realistisch (so realistisch wie PC-Spiele eben sein konnten) mit anderen auf der Welt messen. Wir waren so begeistert, dass wir uns sehr schnell in die Liga einbrachten. Zu schnell und mit zu vielen neuen Ideen – so sahen es die damaligen Administratoren der Liga.

Als sie aber merkten, dass wir halbwegs kreativ und sehr zuverlässig waren, haben sie uns immer mehr machen lassen.

Virtuelles Nachrichten-Blatt, Grafiken, Helm- und Fahrzeug-Texturen und schließlich auch die Website. Vorher kaum Ahnung, wurden wir also selbsternannte Reporter, Photoshop und HTML/CSS Profis Lehrlinge. Ja, heute nicht mehr schön anzuschauen, aber eine tolle Erinnerung: Einer der ersten selbsterstellten Newspaper:

Aber, die Neugierde in Sachen Schreiben und Gestalten war da. Photoshop und damals Dreamsweaver waren unser täglicher Begleiter und wir wurden besser. Und, viel wichtiger, wir wussten irgendwann, dass wir beruflich mal in die Richtung gehen möchten. Heute arbeitet mein Kumpel in einer größeren Medienagentur und ich bin mit einer kleinen Agentur selbständig. Und dafür bin ich auch immer noch den damaligen Administratoren dankbar. Denn die haben mich, als ich ihnen mit meinen Ideen zu arg auf die Nüsse ging, als Admin „eingestellt“ und mir Verantwortung und Pflichten übertragen. Ich war 15!

Und ich lernte Aufgaben zu erfüllen. Ich lernte zu planen, zu managen, Verantwortung zu übernehmen… Ich lernte teils 20 Leute „unter einem Dach“ zu halten, ohne dass man sich an den Hals wollte. Ich lernte schlichten und den Umgang auch mit schwierigen Menschen.

Ich lernte so viel, was ich heute fast täglich brauche. Und so, um es nicht noch in die Länge zu ziehen, hat mich letztlich ein Teil des Zockens zu dem gemacht, was ich heute bin. Klingt doof, ist aber so. Und das ist auch gut so 😛

Bis vor einem Jahr war ich noch komplett aktiv in dieser Liga. Habe zwei Meisterschaften und zwei Vize-Meisterschaften geholt. Führe heute noch die Bestenliste an. Wobei ich sicherlich auch die meisten Rennen habe – weil am Längsten dabei. Seit einem Jahr habe ich mich da etwas zurückgezogen. Und nach einer kleinen Pause werde ich sicherlich auch wieder aktiv Gas geben. Aber nach über 10 Jahren war es mal Zeit ein bisschen Abstand zu bekommen, ohne dabei aber zu verschwinden. Nur mehr im Background eben.

Momentan spiele ich lieber gemütlich an der Konsole. Und ich hoffe euch mit diesem Artikel so ein bisschen eine positive Gamer-Geschichte aufzuzeigen. Gerade für die, die vielleicht nicht so mit dem Thema vertraut sind und das eher skeptisch sehen, wenn man so viel spielt 😉

Über den Autor: Bohn

Leidenschaftlicher Gamer, Kaffee-Junkie, Blogger und ein richtiger Spinner wenn es um Formel1-Simulationen, die FIFA-Reihe oder GTA geht ;)

3 Kommentare für “Über mich, das Zocken und warum Videospiele mein Leben nachhaltig beeinflusst haben”

  1. Ich kann deine Leidenschaft für Rennspiele zwar überhaupt nicht teilen, mir ging es mit Photoshop und Webdesign aber genau so wie dir. Die ersten Photoshop Projekte waren Wallpaper und Banner für befreundete Battlefield Clans. Und wie viele Homepages für irgendwelche Fanseiten ich erstellt hatte, mag ich auch nicht mehr zählen. Besonders dann, wenn ich überlege wie grausam die damals ausgehen hatten 😀

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  2. Ich glaube so hat es früher bei vielen angefangen 😛 Stichwort „Clan“ hört man bei vielen Grafik- und Webdesignern heute noch als Anfang des Ganzen 😀

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